Gesundheitsökonomik
In diesem Forschungsbereich werden die Zusammenhänge zwischen sozioökonomischen Bedingungen, ökonomischen Entscheidungen und Gesundheit untersucht. Diese Interaktionen sind bisher kaum in der ökonomischen, epidemiologischen und medizinischen Forschung untersucht worden, trotz fundamentaler Fragen wie etwa: Wie beeinflussen sozioökonomische Faktoren wie Einkommen und Bildung und das makroökonomische Umfeld Gesundheit und Lebenserwartung? In welchem Maße können exogene und endogene Veränderungen im Lebenslauf die Heterogenität der Gesundheit von Individuen innerhalb und zwischen verschiedenen Ländern erklären? Was bestimmt die Nachfrage nach medizinischer Versorgung? Wie oft werden Renteneintrittsentscheidungen aus gesundheitlichen, wie oft aus ökonomischen Gründen getroffen? Wie wird sich die Nachfrage nach privaten Rentenversicherungen entwickeln und wie groß ist dabei das Problem adverser Selektion?
In diesem Kontext ist auch die Rolle der öffentlichen Institutionen von zentralem Interesse. Wie reagieren Individuen auf Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen? Und wie moderieren diese Institutionen sozioökonomische Effekte auf Morbidität und Mortalität?
Zudem hat diese Forschungsabteilung einen starken methodologischen Fokus. Ziel ist die Weiterentwicklung von ökonometrischen Methoden, Identifikation von Kausaleffekten, Methoden zur Messung von Gesundheit, Datenqualität in retrospektiven Surveys und ähnliches.
Mitarbeiter in dieser Abteilung:
Laufende Projekte:
- Soziale Determinanten psychischer Erkrankungen
- Gesundheitliche Ungleichheit im Kindesalter
- Determinanten der Qualität der hausärztlichen Versorgung
- Der Einfluss der Gruppenzusammensetzung auf den Krankenstand
- Bildung und Gesundheit
- Die Auswirkungen von Mortalitätserwartungen auf Sparverhalten und Gesundheitsverhalten
- Temporäre Migration und Löhne
- Voreheliche Kohabitation und eheliche Stabilität
Abgeschlossene Projekte:
- Die mikroökonomischen Einflüsse von Angebots- und Nachfragefaktoren auf Grippeschutzimpfungen in Deutschland
- Institutionelle, regionale, und individuelle Determinanten der Inanspruchnahme medizinischer Dienstleistungen
- Messung von Kosten und Effizienz im Gesundheitssystem
- Die Auswirkungen von Arbeitsplatzverlust auf die Gesundheit
- Die Auswirkung von Veteranenpensionen auf die Langlebigkeit amerikanischer Bürgerkriegsveteranen
- Die Auswirkungen von Unisextarifen auf Leibrentenverträge
- Lebensarbeitseinkommen und Lebenserwartung
- Frühverrentung und Lebenszufriedenheit (ISSP4)
- Analyse des Verlaufs von ökonomischem Status, Wohnform und Gesundheit im Alter
- Regionale Mortalitätsunterschiede in Baden-Württemberg
News
MEA – Seminar
15. Mai 2013: Johanna Bristle "Social Disparities in Influenza Vaccination among older Europeans"
Studie "50+ in Europa" ist gestartet
Derzeit werden im Auftrag des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) Befragungen zur Studie...
MEA Publikation
"Erwartete Altersarmut in Deutschland: Pessimismus und Fehleinschätzungen – Ergebnisse aus der...
